MENTAL HEALTH GYM
Ein Fitness-Studio für mentale Gesundheit. Wo man Achtsamkeit und Wohlbefinden trainieren, soziale Bindungen stärken und ganz neue Perspektiven erkunden kann. Am besten schon präventiv. Ein Ort, der im hektischen Berlin Entspannung und Fürsorge verspricht. Wir waren begeistert von der wunderbaren Idee und haben sofort einen Kurs gebucht. Auf geht's!​​​​​​​
IM INTERVIEW: Patricia Oleksiak, Gründerin "SLOWS" Mental Health Gym
Im SLOWS in Berlin passiert etwas, das man nicht einfach googeln kann: In einer Stadt, die als die Stadt der Einsamen gilt, existiert ein Raum, in dem echte Nähe wieder Platz hat – Austausch ausdrücklich erwünscht. Die Kurse heißen „Digital Detox Flow“, „Slows Morning Me-Time“ oder „Tap into Awareness“ und kreisen um das, was im Alltag oft verloren geht: Tempo rausnehmen, still werden, sich wieder spüren. Hier dürfen Frauen Ü40 neu sortieren, was sich in den Wechseljahren verschiebt. Für fourtyflow ist das spannend, weil Theorie hier auf Praxis trifft.
▶︎ website: SLOWS - Mental Health Gym​​​​​​​ (extern)
▶︎ blog: Selbstversuch
▶︎ youtube: INTERVIEW
ERSTENS // Wir brauchen alle dringend mal wieder ein bisschen mehr "Offline"
Denn nur abseits von Push-Nachrichten, Newsfeeds und endlosen To-do-Listen können wir wirklich zuhören, reflektieren und uns auf das Wesentliche konzentrieren. Im SLOWS wird bewusst auf Präsenz und reale Begegnung gesetzt – hier trainieren Menschen ihre mentale Stärke offline mit Kursen in Achtsamkeit, Stressbewältigung und emotionaler Intelligenz.  Das unterstützt genau das, was uns mit unserem Projekt wichtig ist: Wieder mehr echtes, konzentriertes Erleben, mehr Raum für Reflexion und gute, echte Gespräche jenseits von Bildschirm‑Routinen. 
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ZWEITENS // Frauen zahlen den unsichtbaren Preis der (Un-)Vereinbarkeit
Studien zeigen seit Jahren, was viele längst spüren: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet für Frauen meist nicht Balance, sondern Dauerbelastung. Der sogenannte Mental Load liegt überwiegend bei ihnen, Unterstützungssysteme greifen zu kurz, Karrierewege werden schmaler statt breiter. Organisieren, planen, tragen, vorsorgen - und immer das Gefühl, niemals wirklich aussteigen zu dürfen. (Quellen: Lott und Bünger 2023; Melili und El Houda 2025)
Runterkommen funktioniert in diesem Alltag nicht mit einer Wellness-Maske oder fünf Minuten Selfcare, wie es die Werbung verspricht. Zeit für sich selbst verschwindet, eigene Bedürfnisse geraten aus dem Blick, bis Körper und Psyche anfangen, Grenzen zu setzen – manchmal leise, manchmal mit voller Wucht. Prävention beginnt im SLOWS nicht mit Optimierung, sondern mit Entlastung: mit Räumen, in denen Frauen nichts leisten müssen, nichts erklären, nichts „schaffen“ sollen. Sondern einfach wieder spüren dürfen, was sie selbst brauchen.
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DRITTENS // Prävention heißt handeln, bevor Krankheit uns stoppt
Mentale Gesundheit bedeutet, psychische Belastungen wie Stress, Überforderung oder Angst frühzeitig zu erkennen und aktiv zu bewältigen. Ziel ist nicht nur die Vorbeugung psychischer Erkrankungen, sondern auch die Stärkung von Resilienz, emotionaler Stabilität und Lebensqualität.
Regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichender und qualitativ guter Schlaf sowie stabile soziale Beziehungen gehören zu den gut belegten Schutzfaktoren gegen depressive Erkrankungen. Sie unterstützen die Stressregulation und fördern das psychische Wohlbefinden. (Quellen: Scott et al. 2021 / Pearce et al. 2022 / Wanjau et al. 2023Wan et al 2025)
Achtsamkeitsbasierte Interventionen, etwa strukturierte Programme wie Mindfulness‑Based Stress Reduction (MBSR)*, sind bei postmenopausalen Frauen mit einer Reduktion des wahrgenommenen Stressniveaus verbunden. (Quelle: Liu et al. 2023)
Auch Journaling, Expressive Writing sowie künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten können das emotionale Wohlbefinden stärken und gelten als wirksame, niedrigschwellige Unterstützung der mentalen Gesundheit. (Quelle: Ducel 2024 / Hoult et al 2025)
Gerade in den Wechseljahren brauchen Frauen Ü40 manchmal einfach einen Ort zum Durchatmen – für Kopf, Herz und Seele. SLOWS in Berlin bietet genau das: Offline-Training für die mentale Gesundheit, Achtsamkeit, Resilienz – und echte Begegnungen statt nur Bildschirm-Input. Für uns ist das spannend, weil wir genau das wollen: Wissen und Wissenschaft nicht nur erzählen, sondern in der Praxis erfahrbar machen –  gemeinsam und im echten Leben.
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*MBSR ist ein standardisiertes, evidenzbasiertes Programm zur Stressreduktion, das verschiedene Achtsamkeitstechniken systematisch kombiniert. Es wurde in den 1970er Jahren von Jon Kabat-Zinn entwickelt 
VIERTENS // Mentale Gesundheit ist der unterschätzte Erfolgsfaktor moderner Job-Teams
Unternehmen, die in die mentale Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, sehen messbare Vorteile wie höhere Produktivität, geringere Fehlzeiten und geringere Krankheitskosten, weil psychische Belastungen direkte Kostenfaktoren sind. So schätzt die Weltgesundheitsorganisation, dass Depression und Angststörungen die Weltwirtschaft rund 1  Billion  USD pro Jahr an Produktivität kosten, und dass jeder in mentale Gesundheit investierte Euro etwa vier Euro an Produktivität und geringeren Kosten zurückbringt. Betriebliche Settings haben somit nicht nur eine große potentielle Bedeutung bei der Prävention psychischer Erkrankungen, sondern sind auch relevante Kostenfaktoren. (Quelle: Forbes / WHO / Tan et al. 2014 / Koschig et al.2019 / Rugulies et al. 2023)
Studien zeigen, dass Unternehmen mit mental gesunden und unterstützten Mitarbeitenden oft weniger „Präsentismus“ (physisch anwesend, aber geistig nicht voll leistungsfähig) und niedrigere Fluktuation haben – beides Senkungen von direkten und indirekten Kosten, die sonst Gewinne drücken würden. (Quelle: Pinnacle / Ning et al. 2023 / Keramat et al 2025)
➡️ Fazit: Mentale Gesundheit ist nicht nur ein „nice‑to‑have“ – sie beeinflusst Wirtschaftlichkeit, Produktivität, Innovationskraft und Mitarbeitermotivation direkt, was sie zu einem handfesten Wettbewerbsvorteil für Unternehmen macht.​​​​​​​
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FÜNFTENS // Übergangsphasen sind mehr als Krisen – sie sind Möglichkeitsräume
Die Wechseljahre fallen für viele Frauen genau in eine Lebensphase, in der Erfahrung, Kompetenz und Selbstkenntnis ihren Höhepunkt erreichen – und zugleich alte Rollenbilder, Erwartungen und Strukturen infrage gestellt werden. Körperliche und emotionale Veränderungen wirken dabei oft wie ein Katalysator: Was lange „funktioniert“ hat, passt plötzlich nicht mehr, Sinnfragen werden lauter, Anpassung kostet mehr Kraft als früher.
Gerade deshalb kann diese Zeit für Unternehmensgründungen besonders relevant sein. Viele Frauen entscheiden sich in den Wechseljahren bewusster für Selbstbestimmung, Klarheit und eigene Werte – und sind weniger bereit, Energie in Systeme zu investieren, die ihnen nicht (mehr) entsprechen. Die Wechseljahre markieren damit nicht nur eine biologische, sondern auch eine mentale und gesellschaftliche Schwelle: weg vom Durchhalten, hin zum Gestalten.
Patricia Oleksiak gründete das SLOWS Mental Health Gym mitten aus einer persönlichen Krise. Im Interview erzählt sie von dieser Zeit, ihren Beweggründen und den größten Herausforderungen. Neuanfänge wachsen selten aus Komfort.
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Unser Top-Five Kursnamen im SLOWS
➡️ Slow-Down & Journaling - Self-Care und innere Balance
➡️ Stress Ade Creative Hour - nutze deine Mittagspause für spielerische Entspannung und kreative Impulse
➡️ Hypnosis & Sound Meditation - durch Sound und Hypno-Coaching in einen meditativen Zustand
➡️ Tap into Awareness (EFT) - für weniger Stress und mehr Balance
➡️ Essence of Yin Aroma & Sound - wenn Yin Yoga auf die sanfte Kraft von Aromen trifft.
Na, neugierig geworden? 
▶︎ Kurse
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