1.
▶︎ EMDR ist weit mehr als eine Traumatherapie für schwere Schicksalsschläge.
Dr. Susanne Altmeyer erklärt, dass EMDR ursprünglich zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen entwickelt wurde. Heute wird die Methode aber auch bei Ängsten, Depressionen, Bindungstraumata sowie belastenden Lebensereignissen eingesetzt. Nicht nur sogenannte "große Traumata", sondern auch emotionale Vernachlässigung, wiederholte Kränkungen oder belastende Erfahrungen aus der Kindheit können langfristige Spuren hinterlassen und mit EMDR bearbeitet werden.
2.
▶︎ Belastende Erinnerungen wirken oft über den Körper weiter.
Unverarbeitete Erfahrungen sind nicht einfach nur Erinnerungen – sie lösen häufig auch Jahre später noch körperliche Stressreaktionen aus. Genau hier setzt EMDR an: Durch die bilaterale Stimulation kann das Gehirn belastende Erinnerungen neu verarbeiten, sodass sie ihren emotionalen und körperlichen Schrecken verlieren. Die Erinnerung bleibt, bestimmt aber nicht länger das Leben.
"DAS HEISST, MAN HAT KEINE KÖRPERLICHE ANGST-ERFAHRUNG MEHR.
UND AM ALLERMEISTEN ÜBERZEUGT UNS MENSCHEN UNBEWUSST DAS, WAS UNSER KÖRPER SAGT."
Dr. Susanne Altmeyer
3.
▶︎ Die Wechseljahre können alte Themen wieder an die Oberfläche bringen.
Viele Frauen erleben die Wechseljahre als eine Lebensphase, in der ungelöste Erfahrungen plötzlich wieder präsent werden. Was über Jahre durch Familie, Beruf oder Alltag in den Hintergrund geraten ist, fordert nun Aufmerksamkeit. Dr. Altmeyer sieht darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch die Chance, alte Verletzungen nachhaltig zu bearbeiten.
4.
▶︎ Ressourcen sind ein wichtiger Teil jeder Heilung.
Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist nicht nur die Arbeit mit belastenden Erinnerungen, sondern auch die Stärkung der eigenen Ressourcen. Persönliche Stärken, unterstützende Beziehungen, Bewegung, Körperwahrnehmung und frühere Bewältigungserfahrungen helfen dabei, Stabilität aufzubauen und Heilungsprozesse zu unterstützen.
5.
▶︎ Selbstfürsorge ist keine Schwäche, sondern eine wichtige Grundlage für Gesundheit.
Dr. Altmeyer beschreibt die Wechseljahre nicht als Defizit, sondern als Chance zur Weiterentwicklung. Sich selbst mit Wertschätzung zu begegnen, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und einen liebevollen Umgang mit sich selbst zu entwickeln, können wichtige Schritte zu mehr psychischer Gesundheit und Lebensqualität sein.
Danke, dass du dir die Zeit für dich genommen hast.